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Unternehmen für studentische Design-Thinking-Projekte gesucht

17.07.2026, 17:04 Uhr

Für das Wintersemester 2026/27 suchen wir zusammen mit der Hochschule Bremen Unternehmen aus den Bereichen Handel, Gastronomie oder Logistik, die Studierenden der Hochschule eine reale Herausforderung aus ihrem Unternehmensalltag zur Verfügung stellen möchten.

Die Projekte sind Teil einer praxisorientierten Lehrveranstaltung des Bachelorstudiengangs „Management im Handel“ im 7. Semester. Die Hochschule Bremen möchte die Studierenden gezielt an reale Herausforderungen aus Unternehmen heranführen und zugleich Impulse für die regionale Praxis schaffen.

Die wichtigsten Eckpunkte auf einen Blick:

  • Gesucht: Offene Design Challenges aus der Praxis
  • Zeitraum: Oktober 2026 bis Januar 2027
  • Einreichungsfrist: 18. September 2026
  • Was wir von den Unternehmen benötigen: Bereitstellung einer Challenge, Zugang zu relevanten Räumlichkeiten oder Prozessen sowie Erreichbarkeit für Rückfragen, Interviews und Feedback
  • Abschlusspitch: 15. Januar 2027, Teilnahme der Praxispartner:innen erwünscht, aber optional

Worum geht es?

Design Thinking ist ein Ansatz zur Entwicklung neuer Lösungen, der bewusst nicht mit einer fertigen Idee beginnt. Im ersten Schritt geht es darum, ein Problem im Alltag der betroffenen Menschen wirklich zu verstehen. Die Studierenden beschäftigen sich daher zunächst mit Fragen wie:

Wer ist von dem Problem betroffen? Wie erleben Mitarbeitende, Kund:innen, Lieferanten oder andere Beteiligte die Situation? Wo entstehen im Alltag Reibungsverluste, Wartezeiten, Medienbrüche, Missverständnisse oder unnötige Aufwände? Welche Bedürfnisse, Erwartungen oder Zielkonflikte werden sichtbar?

Erst danach entwickeln die Studierenden Lösungsideen. Diese werden in Form einfacher, digitaler Prototypen konkretisiert, mit Nutzer:innen oder Praxispartner:innen reflektiert und anschließend zu einem digital gestützten Lösungskonzept sowie zu Überlegungen für ein mögliches Geschäftsmodell weiterentwickelt.

Für Praxispartner:innen bedeutet das: Sie müssen keine fertige Lösungsidee und kein ausgearbeitetes Projekt liefern. Gesucht wird vielmehr eine reale Herausforderung aus dem Unternehmensalltag, die offen genug ist, damit Studierende verschiedene Perspektiven einnehmen, das Problem untersuchen und eigene Lösungsansätze entwickeln können.

Was ist eine geeignete Design Challenge?

Eine geeignete Design Challenge beschreibt ein relevantes Problem aus der Praxis, ohne die Lösung bereits vorwegzunehmen. Sie sollte so gewählt sein, dass die Studierenden das Problem durch Beobachtungen, Gespräche oder Einblicke in Abläufe besser verstehen können.

Gut geeignet sind Fragestellungen, bei denen zum Beispiel:

  • Abläufe noch umständlich, analog oder fehleranfällig sind,
  • Mitarbeitende, Kund:innen oder Partner:innen regelmäßig mit Reibungspunkten konfrontiert sind,
  • Informationen nicht dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden,
  • Planung, Koordination oder Kommunikation schwierig ist,
  • Nachhaltigkeit, Transparenz oder Effizienz verbessert werden sollen,
  • digitale Technologien helfen könnten, aber noch unklar ist, wie eine sinnvolle Lösung aussehen könnte.

Die Challenge muss nicht von Anfang an perfekt formuliert sein. Für eine erste Einreichung reicht eine kurze Beschreibung des Problems oder der Situation. Die genaue Zuspitzung als Design Challenge können anschließend gemeinsam abgestimmt werden.

Was wir von Praxispartner:innen benötigen:

Bis zum 18. September 2026 benötigen wir:

  • eine kurze Beschreibung des Unternehmens,
  • eine kurze Beschreibung einer realen Herausforderung aus dem Bereich Handel, Gastronomie oder Logistik,
  • eine Ansprechperson für Rückfragen der Studierenden während der Projektlaufzeit,
  • nach Möglichkeit und je nach Thema Einblicke in relevante Räumlichkeiten, Prozesse,
  • Mitarbeitenden-, Kund:innen- oder Stakeholderperspektiven.

Es müssen keine sensiblen Unternehmensdaten bereitgestellt werden. Im Design Thinking geht es vor allem darum, Empathie für die betroffenen Nutzer:innengruppen zu entwickeln, Perspektiven einzunehmen, Abläufe zu beobachten und Probleme im konkreten Kontext zu verstehen.

Welche Informationen, Daten oder Einblicke genutzt werden können und wie damit umzugehen ist, kann je nach Thema individuell mit den Studierenden abgestimmt werden.

Beispiele für mögliche Design Challenges:

  • Wie können wir Filial- oder Lagerteams dabei helfen, Engpässe, Überbestände oder kurzfristige Nachfrageschwankungen früher zu erkennen und besser darauf zu reagieren?
  • Wie können wir Gäste oder Kund:innen bei Warte-, Abhol-, Reservierungs- oder Übergabesituationen so unterstützen, dass der Ablauf für sie und für Mitarbeitende reibungsloser wird?
  • Wie können wir in einem Gastronomiebetrieb Einkauf, Vorbereitung und Verbrauch besser aufeinander abstimmen, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, ohne Qualität, Frische oder Auswahl einzuschränken?
  • Wie können wir Informationen zwischen Filiale, Lager, Küche, Service, Lieferanten oder Zentrale so verbessern, dass weniger Fehler, Wartezeiten oder Medienbrüche entstehen?
  • Wie können wir Kund:innen die Herkunft, Verfügbarkeit oder Nachhaltigkeit eines Produkts verständlicher und glaubwürdiger vermitteln?

Weitere Themen sind ausdrücklich willkommen. Entscheidend ist nicht, dass die Challenge bereits „digital“ klingt. Oft entstehen sinnvolle digitale Lösungen gerade aus sehr konkreten Alltagsproblemen: aus unklaren Abläufen, fehlenden Informationen, unnötiger Doppelarbeit, nicht verstandenen Kund:innenbedürfnissen oder Situationen, in denen Mitarbeitende improvisieren müssen.

Nicht gesucht werden fertig definierte Umsetzungsaufträge wie „Entwickeln Sie eine App für …“ oder „Bauen Sie ein KI-System für …“. Besser geeignet sind offene Problemstellungen wie: „Wir merken, dass es in dieser Situation immer wieder zu Verzögerungen, Fehlern oder Unzufriedenheit kommt, wir wissen aber noch nicht genau, was die eigentliche Ursache ist und welche Lösung sinnvoll wäre.“

Zeitlicher Ablauf

23. Oktober 2026: Kick-Off

26. November 2026: Zwischenpräsentation zum erarbeiteten Standpunkt

15. Januar 2027: Abschlusspräsentationen / Pitch

Was Praxispartner:innen davon haben:

Praxispartner:innen erhalten eine strukturierte Außenperspektive auf eine reale Herausforderung aus ihrem Unternehmen. Die Studierenden analysieren das Problem nutzerzentriert, hinterfragen bestehende Abläufe und entwickeln erste digital gestützte Lösungsansätze.

Wichtig ist: Am Ende stehen keine fertig implementierten Lösungen und kein klassisches Beratungsprojekt. Die Ergebnisse sind studentische Konzepte, Prototypen und Geschäftsmodellideen, die als Impulse und Ausgangspunkt für weitere interne Überlegungen dienen können. Für die Unternehmen entstehen keine Kosten.

Der Mehrwert liegt insbesondere in:

  • frischen Perspektiven auf bestehende Probleme,
  • einer nutzer:inzentrierten Analyse von Abläufen, Bedürfnissen und Reibungspunkten,
  • ersten Ideen und Prototypen für digitale Lösungen,
  • Impulsen für mögliche Geschäftsmodelle oder Prozessverbesserungen,
  • Kontakt zu Studierenden im fortgeschrittenen Bachelorstudium mit Bezug zu Handel, Warenwirtschaft, Logistik, Supply Chain Management und digitaler Transformation.


Hinweise, Betreuung und Kontakt:

Eine Bewerbung bedeutet keine automatische verbindliche Teilnahme am Projektmodul.

Die Studierenden werden durchgehend von Prof. Dr. Erdem Galipoglu und Prof. Dr. Frank Fürstenberg betreut.

Für Rückfragen oder zur Abstimmung möglicher Design Challenges stehen sie gerne zur Verfügung.








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